Flash und Suchmaschinenoptimierung (SEO)
so, zu dem Thema gibt ja ne Menge im Netz, nur sind viele der Informationen leider alt, oder es wird nur über Flash und seine schlecht Suchbarkeit geschimpft, gewettert und vorgeschlagen doch einfach HTML zu nutzen statt Flash…. was einem als Flash-Entwickler auch nicht weiterhilft. Daher nun eine kurze Übersicht, was Stand der Dinge ist und was sich gearade getan hat.
Adobe arbeitet nun zusammen mit den Suchmaschinen Google und Yahoo:
Adobe hat extra für die beiden Großen unter den Suchmaschinen einen speziellen Flash-Player entwickelt, der diesen hilft die bisher für die Suchmaschinen undurchsichtigen Flash-Seiten zu durchlaufen ähnlich wie es ein normaler Anwender auch tun würde.
Hier mehr zu der neuen Entwicklung (direkt von Adobe und Google):
- http://www.adobe.com/devnet/flashplayer/articles/swf_searchability.html
- http://googleblog.blogspot.com/2008/06/google-learns-to-crawl-flash.html
Google hat den neuen Flash-Player bereits in Verwendung und durchsucht bereits erfolgreich Flash-Webseiten.
So, nun ist für uns natürlich folgendes interessant:
Was müssen wir tun, damit unsere Website für Google durchsuchbar ist?
So: Adobe sagt dazu: “Nichts!” Google kann nun sogar dynamisch nachgeladene Inhalte crawlen. Aber, selbstverständlich kann Google nur lesen, was Text ist. Also keine Bilder, keine gerasterten Texte und auch keine Videos interpretieren. Aber Google kann auch Links in Flash-Applikationen folgen und dort weiterlesen, also die Flash-Website durchstöbern. Das tolle ist, dass aber auch dynamisch geladene Inhalte wie z.B. XML eingelesen werden kann (da ist bisher Google ausgestiegen).
Ein weitere Problem bei kompletten Flash-Websites ist das Deep Linking. Hierfür ist es sinnvoll die Location-Zeile oben im Browser anzupassen, also es ermöglichen mittels Parameterübergabe den Flashfilm in einem bestimmten Zustand zu laden (hierzu gibt es eine Flex Komponente - für die Programmierung vielleicht auch meinen Beitrag zum State-Pattern ansehen, der sollte hierzu auch sehr nützlich sein..). Damit kann die Seite in bestimmten Zuständen aufgerufen werden. Das ist zum einen gut für den Anwender (er kann direkte Links zu “Unterseiten” verschicken), zum anderen gut für die Suchmaschine. Es kann mittels einer Sitemap sicher gegangen werden, dass alle Bereiche der Website für den Such-Bot sichtbar werden. Für Google handelt es sich somit um einen zusammengehörenden Satz an Websites (auch wenn diese nur aus einem einzigen Flash-Film besteht).
Hier noch ein paar Tipps für Sitemaps: http://www.sitemaps.org/faq.php
Fazit:
Google und bald auch Yahoo können nun Texte in Flash-Seiten indizieren. Das ist ein super Fortschritt und ermöglichet es Flash-Entwicklern endlich wieder ruhigem Gewissens Flash-Seiten zu verkaufen… Dennoch sollte man stets überlegen, welchen Mehrwert ich duch die Umsetzung in Flash bekomme. Nicht jede Seite MUSS mit Flash umgesetzt werden. Oft reicht eine kleine, feine XHTML, CSS Website. Manchmal ist es auch Sinnvoll auf eine Mischform zu setzten (Website, Navigation etc. aus purem XHTML, Gimmics, Videos, Animationen mit Flash ergänzen…..
So, das Ganze soll nun nicht der erhobene Zeigefinger am Ende sein, sonder nur mein kleines feines Fazit - eine Zusammenfassung, was ich aus der Geschichte und den Recherchen für mich rausgezogen habe.
PS: (Gerade habe ich - nach dem ganzen Einlesen - eine neue Website mit einem für mein Gefühl sinnvollem Mix aus HTML und Flash entworfen, wenn diese fertig ist und online steht, dann werde ich sie hier verlinken….)
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